Praxistipp:

Mehr als 300 Erwerbstätige nahmen bei einer Umfrage teil, wie sie ihre Arbeitspause gestalten und welche Rolle elektronische Medien dabei spielen. Der iga.Report 34 "Regeneration, Erholung, Pausengestaltung – alte Rezepte für moderne Arbeitswelten?" stellt die Ergebnisse vor.

 

 

Achtung Nacken!

Pausen und Bewegung lohnen sich

Bewegung ist Trumpf

Regelmäßiges Aufstehen/Setzen und viel Bewegung sollten in den Arbeitsalltag integriert und zur Gewohnheit werden. Um sich daran zu erinnern, könnte der Handywecker gestellt werden, der alle 60 Minuten klingelt. Ein paar Dehnübungen können zusätzlich helfen, die Nackenmuskulatur zu entspannen.

Wer es nicht schafft, genügend Bewegung in seinen Arbeitsalltag zu bringen, sollte sich nach Feierabend bewegen – leichte Sportarten dreimal die Woche für 30–45 Minuten sind dabei zu empfehlen. Allzu anstrengende Sportarten wie Krafttraining sollten vermieden werden, um den Körper nicht noch mehr zu verspannen. Mediziner empfehlen zudem, die verspannten Muskeln durch Wärme zu lockern – ein Körner- oder Kirschkernkissen wirkt am besten. Im akuten Fall oder am Arbeitsplatz kann auch eine Wärmecreme oder ein Wärmepflaster helfen.

Pausen lohnen sich

Bildschirmarbeit ist anstrengend – wer zu lange ununterbrochen vor dem Bildschirm sitzt, riskiert Verspannungen, Kopfschmerzen und Augenbeschwerden. Der Gesetzgeber hat deshalb Vorsorge getroffen: Laut Arbeitsstättenverordnung (bis 2016: Bildschirmarbeitsverordnung) muss die tägliche Arbeit an Bildschirmgeräten regelmäßig durch andere Tätigkeiten oder Kurzpausen unterbrochen werden, um so die Belastungen zu verringern. Als Nebeneffekt beugen Kurzpausen der Ermüdung vor und senken die Fehlerhäufigkeit.

Damit die positiven Wirkungen voll zum Tragen kommen, sollten folgende Regeln beachtet werden:

  • Mehrere kurze Pausen sind erholsamer als wenige lange Pausen.
  • Je schwieriger die Aufgabe, desto häufiger und länger sollten Pausen eingelegt werden. Empfohlen werden fünf bis fünfzehn Minuten pro Stunde.
  • Wann eine Bildschirmpause gemacht wird, sollten die Beschäftigten selbst bestimmen können, da die Leistungsfähigkeit sich im Laufe des Tages ändert und individuellen Schwankungen unterliegt.