Reisekosten bei Fahrten von Leiharbeitnehmern?

Streitig ist aktuell die Frage, ob Arbeitgeber bei Leih- oder Zeitarbeitern für Fahrten der Mitarbeiter zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nach den Grundsätzen der Entfernungspauschale oder der Reisekosten abrechnen können.

Vor dem Bundesfinanzhof (BFH) ist folgende Fragestellung anhängig: Können Arbeitnehmer, die in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis zu einem Zeitarbeitsunternehmen stehen, auch dann nur die Entfernungspauschale für ihre Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte geltend machen, wenn das Zeitarbeitsunternehmen mit dem jeweiligen Entleiher des Arbeitnehmers eine Befristung der Tätigkeit vereinbart hat?

Der Kläger befand sich im Streitfall in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis zu dem Zeitarbeitsunternehmen. Sein Einsatz beim Entleiher wurde immer wieder verlängert, ohne dass dadurch ein Vertragsverhältnis zu dem jeweiligen Kunden begründet werden sollte.

Nach Meinung der Finanzverwaltung und auch nach Auffassung des Finanzgerichts (FG) Niedersachsen mit Urteil vom 28.5.2020 (Aktenzeichen: 1 K 382/16) können Arbeitnehmer, die in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis zu einem Zeitarbeitsunternehmen stehen, auch dann nur die Entfernungspauschale für ihre Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte geltend machen, wenn das Zeitarbeitsunternehmen mit dem jeweiligen Entleiher des Arbeitnehmers eine Befristung der Tätigkeit vereinbart hat. Das zwischen dem Verleiher und dem Entleiher bestehende Leiharbeitsverhältnis sei war zwar befristet. Darauf komme es aber lt. FG zumindest im Streitfall nicht an.

So habe der BFH in seinem Urteil vom 10. April 2019 (Aktenzeichen: VI R 6/17, BStBl II 2019, 539) ausgeführt, dass das Vorliegen eines befristeten Leiharbeitsverhältnisses die Annahme einer dauerhaften Zuordnung nicht ausschließe.

Der Ausgang des Revisionsverfahrens beim BFH bleibt abzuwarten. Das dortige Aktenzeichen lautet: VI R 32/20.

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