Antrag auf Lohnsteuerermäßigung 2018 ab sofort möglich

Ab dem 1.10.2017 kann ein Arbeitnehmer bei seinem Finanzamt einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung für das Jahr 2018 stellen und sich so ein monatliches Plus beim Nettogehalt sichern. Der Freibetrag kann auf Wunsch auch für zwei Jahre berücksichtigt werden. Es sind einige Neuerungen zu beachten.

Die Berücksichtigung antragsabhängiger Freibeträge im Lohnsteuerabzugsverfahren 2018 setzt grundsätzlich voraus, dass der Arbeitnehmer für das Kalenderjahr 2018 einen entsprechenden Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag stellt. Eine Ausnahme gilt für Behinderten- und Hinterbliebenen-Pauschbeträge, die bereits gespeichert und über den 31.12.2017 hinaus weiter gültig sind.

Der Vordruck „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“ wird ab dem Ermäßigungsverfahren 2018 auf einen Hauptvordruck sowie Anlage-Vordrucke wie folgt umgestellt: Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2018 (Hauptvordruck); Anlage Werbungskosten zum Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag; Anlage Kinder zum Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag; Anlage Sonderausgaben / außergewöhnliche Belastungen zum Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag; Anleitung zum Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung. Die Umstellung hat den Vorteil, dass der Steuerzahler neben dem Hauptvordruck nur die Anlagen ausfüllen muss, die er für seinen Antrag benötigt. Erläuterungen zum Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren erhält die Anleitung zum Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung.

Der bisherige Vordruck „Vereinfachter Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung“ ist in den Hauptvordruck integriert worden, so dass die Auflage eines gesonderten Vordrucks entfallen ist.

Die Freibeträge sowie alle für die Berechnung der Lohnsteuer wichtigen Daten (wie zum Beispiel Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Religion) werden als elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) gespeichert und den Arbeitgebern elektronisch zum Abruf bereitgestellt.

Ein Freibetrag kann gewährt werden, wenn die abziehbaren Aufwendungen (Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen) insgesamt 600 Euro im Jahr übersteigen. Bei der Berechnung dieser Antragsgrenze zählen Werbungskosten allerdings nur mit, soweit sie den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von jährlich 1.000 Euro übersteigen. Im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren können aber auch Verluste aus anderen Einkunftsarten berücksichtigt sowie die Zahl der Kinderfreibeträge oder die Steuerklassen geändert werden, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Abfragen zum sog. Faktorverfahren sind im Antrag auf Lohsteuerermäßigung 2018 nicht mehr enthalten. Der Antrag auf Berücksichtigung der Steuerklasse IV in Verbindung mit einem Faktor ist mit dem Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern zu stellen. Sofern bei der Berechnung des Faktors ein Freibetrag berücksichtigt werden soll, ist zusätzlich der entsprechende Abschnitt / die Anlage des Antrags auf Lohnsteuerermäßigung auszufüllen.

Hinweis: Ein Lohnsteuerermäßigungsantrag führt dazu, dass der Betroffene für das jeweilige Jahr eine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben muss!

Übrigens: Wer für 2017 noch keinen Lohnsteuerermäßigungsantrag gestellt hat, kann dies noch bis zum 30.11.2017 nachholen!

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