Beitragsbemessungsgrenzen 2018 steigen

Nach dem Referentenentwurf der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2018 werden die Grenzwerte in der Sozialversicherung vom kommenden Jahr an um 2,33 Prozent in den alten Ländern und 3,11 Prozent in den neuen Ländern steigen; dadurch nähern sich die Beträge weiter an.

Die Bezugsgröße in der Sozialversicherung, nach der sich eine Reihe von Rechenwerten richtet, wird demnach im Jahr 2018 jährlich 36.540 Euro und monatlich 3.045 Euro betragen (2017: 35.700 bzw. 2.975 Euro). Sie gilt in der Kranken- und Pflegeversicherung bundesweit sowie für die Renten- und Arbeitslosenversicherung der westlichen Bundesländer. Die Bezugsgröße Ost für die Renten- und Arbeitslosenversicherung klettert im kommenden Jahr auf jährlich 32.340 Euro und monatlich 2.695 Euro (aktuell 31.920 bzw. 2.660 Euro). Die Einkommensgrenze für beitragsfrei mitversicherte Familienangehörige steigt auf monatlich bundeseinheitlich 435 Euro.

Auch wenn der Beitragssatz in der Rentenversicherung wie geplant konstant bleibt, wird es für gutverdienende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie ihre Arbeitgeber teurer. Die Beitragsbemessungsgrenzen (West) betragen im Jahr 2018 in der allgemeinen Rentenversicherung jährlich 78.000 Euro und monatlich 6.500 Euro (2017: 76.200/6.350 Euro) und in der knappschaftlichen Rentenversicherung jährlich 96.000 Euro und monatlich 8.000 Euro (heute 94.200/7.850 Euro). In den neuen Ländern sind im Jahr 2018 in der allgemeinen Rentenversicherung maximal jährlich 69.600 Euro und monatlich 5.800 Euro (bisher 68.400/5.700 Euro) sowie in der knappschaftlichen Rentenversicherung jährlich 85.800 Euro und monatlich 7.150 Euro (2017: 84.000/7.000 Euro) beitragspflichtig.

Krankenversicherungsfrei sind Beschäftigte, deren regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt. Dieser Grenzwert wird im Jahr 2018 bundesweit 59.400 Euro betragen (bisher: 57.600 Euro). Für Versicherte, die am 31.12. in einer privaten Vollversicherung versichert waren, gilt eine abweichende Jahresarbeitsentgeltgrenze von 53.100 Euro (2017: 52.200 Euro). Die Beitragsbemessungsgrenze für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge wird sich bundesweit auf jährlich 53.100 und monatlich 4.425 Euro belaufen.

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