Ersparte Überführungskosten als geldwerter Vorteil

In die Berechnung des geldwerten Vorteils der Arbeitnehmer aus der verbilligten Überlassung vom Arbeitgeber hergestellter Fahrzeuge sind nach Auffassung des Finanzgerichts München auch ersparte Überführungskosten einzubeziehen (Urteil vom 19.5.2017 8 K 2605/16).

Das Unternehmen ermöglichte im Streitfall aktiven und ehemaligen Mitarbeitern den Erwerb von ihr hergestellter Fahrzeuge zu vergünstigten Mitarbeiterkonditionen. Etwaige vergünstigte Überführungskosten wurden nur im Falle der Auslieferung außerhalb des Versandzentrums berechnet. Soweit der Arbeitgeber den Mitarbeitern vergünstigte Überführungskosten berechnet, hat er die sich aus dieser Vergünstigung ergebenden geldwerten Vorteile in den jeweiligen Lohnsteueranmeldungen erklärt. In Fällen, in denen den Mitarbeitern keine Überführungskosten berechnet wurden, wurden die Vorteile aus dem Erwerb von Fahrzeugen zu Mitarbeiterkonditionen ohne Berücksichtigung von Überführungskosten ermittelt.

Das FA vertritt die Auffassung, dass sich für die nicht berechneten Überführungskosten geldwerte Vorteile ergeben. Das Finanzgericht München hat dem FA Recht gegeben. Das FA habe die nicht berechneten Überführungskosten zutreffend als Lohn behandelt, der bei der Berechnung der Sachbezüge im Sinne des § 8 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes zu berücksichtigen ist. Das FG teilt nicht die Auffassung des Arbeitgebers, bei der Bewertung des Sachbezuges sei auf den Endpreis am Abgabeort abzustellen, weshalb beim Arbeitnehmer ersparte Überführungskosten bei der Beurteilung des § 8 Abs. 3 EStG unberücksichtigt bleiben müssten. Das FG hat die Revision beim Bundesfinanzhof zugelassen.

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